Aktueller Milchmarkt

Die Milchwoche: Knapp und fester

Tiefpunkt der Milchanlieferungen ++ Spotmilchpreise in ungeahnter Höhe ++ Anstieg der Erzeugerpreise im Oktober ++ Höhere Kosten neutralisieren Erlösanstieg

In der dritten November-Woche 2021 (KW 46) ist der Tiefpunkt der Milchanlieferungen in Deutschland womöglich erreicht. Die Anlieferungen stabilisieren sich auf niedrigem Niveau. Die Mengen gehen dieses Jahr nicht nur saisonal zurück, sondern liegen auch deutlich unter dem Vorjahresniveau– Details siehe unten! 
Die geringe Rohstoff-Verfügbarkeit macht sich nicht nur in Deutschland bemerkbar. Das spiegelt sich auch in den Preisen wider – sei es auf dem Spotmarkt, den amtlichen Preisnotierungen der süddeutschen Butterbörse oder den Auktionen der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade– Detail siehe unten!
Die Indikatoren sprechen dafür, dass auch die Milchpreise bei den aktuellen Entwicklungen mitziehen – und schlussendlich müssen, damit die Produktion bei den gestiegenen Kosten noch wirtschaftlich bleibt. Weitere Infos zu den Milcherzeugerpreisen – siehe unten! 

Milchanlieferungen stabilisieren sich auf niedrigem Niveau – ist das der Tiefpunkt?

Die Vorjahresmengen der angelieferten Milch wurden in diesem Jahr deutlich unterschritten. Deutschlandweit, aber auch in fast allen Bundesländern, wurde im Zeitraum von Januar bis September weniger Milch angeliefert. Ausnahme bildet Schleswig-Holstein mit einem Plus von +0,1 %. Am stärksten zurück gingen die Milchanlieferungen in Thüringen mit -4,9 %, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit -3,7 % und Brandenburg mit -2,9 %.
Seit Wochen steuern die Milchanlieferungen auf den saisonalen Tiefpunkt zu (siehe Grafik). In der 44. Kalenderwoche wurde -0,1 % weniger im Vergleich zur Vorwoche und ganze -2,9 % weniger im Vergleich zur Vorjahreswoche abgeliefert. Da sich die Mengen auf niedrigem Niveau stabilisieren, wird der Tiefpunkt erreicht sein. Üblicherweise stellt sich dieser im Laufe des Novembers ein. 

Milchaufkommen in den deutschen Molkereien nach Kalenderwochen

Nicht nur in Deutschland, auch in anderen, sonst produktionsstarken Ländern liegen die Milchanlieferungen niedriger als im Vorjahr. In den Niederlanden sanken die Milchanlieferungen saisonal sogar noch stärker als in Deutschland. Im Oktober lagen die Anlieferungen mit -4,2 % unter dem Vorjahresniveau. Von Januar bis Oktober wurden...


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