Brennpunkt

Warum Nebenprodukte füttern?

In Zeiten hoher Eiweiß- und Getreidepreise können Nebenprodukte an Bedeutung gewinnen. Wir haben Milcherzeuger gefragt, warum und wie sie diese einsetzen. 

Bei steigenden Soja-, Raps- und Getreidepreisen können Nebenprodukte aus der Ethanol- oder Stärkegewinnung deutlich preiswürdiger werden. Wir haben vier Milcherzeuger gefragt, warum und welche Nebenprodukte sie einsetzen. Außerdem wollten wir von ihnen wissen, was es bei der Lagerung und Konservierung zu beachten gilt.

Vielfältiger Einsatz

Florian Handreck

840 Kühe

Brandenburg

Elite: Welche Nebenprodukte setzen Sie ein? Füttern Sie das ganze Jahr über Nebenprodukte? 
Handreck: Aktuell setzen wir 1,2 kg Vinasse und 4 kg Kartoffelpülpe in der Ration ein. Es werden abhängig von der Grundfutteranalyse und der Produktverfügbarkeit verschiedene Nebenprodukte eingesetzt. Daher kommen auch Möhrentrester, Erbsen- oder Apfelpülpen sowie Melasse zum Einsatz. Unserer Erfahrung nach, wirkt sich ein Wechsel der Nebenprodukte nicht auf die Leistung der Kühe aus.
Elite: Warum setzen Sie Nebenprodukte ein? Wie sind Ihre Erfahrungen? Was gilt es bei der Konservierung zu beachten?
Handreck: Wir setzten Nebenprodukte zum einen als flüssige Komponente ein und zum anderen um die Schmackhaftigkeit des Futters aufzuwerten und somit die Futteraufnahme zu steigern. Aufgrund unserer Kuhanzahl werden Trester und Pülpen nicht siliert. Nach maximal zehn Tagen ist eine Lieferung verfüttert. In den Sommermonaten wird nur auf flüssige Nebenprodukte zurückgegriffen.

Hygiene bei der Lagerung ist wichtig!

Markus Hübers

260 Kühe

NRW

Elite: Welche Nebenprodukte setzen Sie ein? Füttern Sie das ganze...


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