Zucht

RZ€: Der Weg zur rentablen Kuh  Plus

Der neue ökonomische Zuchtindex verspricht mehr wirtschaftliche Kühe im Stall. Der RZ€ kann zur Anpaarung und vor allem zur Nachzucht-Selektion genutzt werden.

Christoph Niehues-Pröbsting

Rinder-Union West eG (RUW)

Der Ruf aus der Praxis nach problemlosen, funktionellen Kühen wird immer lauter. Zwar hat sich der relative Gesamtzuchtwert (RZG) in den letzten Jahren immer weiter in diese Richtung entwickelt, doch mit dem RZ Euro (RZ€) lassen sich die Ziele schneller und zielgerichteter realisieren.
Der neuen Index wird in Euro (+ und -) dargestellt und bezieht sich auf den Grenzgewinn im Leben einer Kuh (drei Laktationen). Für die Entwicklung des RZ€ wurden alle Zuchtwertmerkmale wirtschaftlich bewertet. Merkmale mit weniger als 1 % Einfluss (mit Ausnahme von Melkbarkeit) sind nicht im RZ€ einberechnet.
Mehr zur Entwicklung des RZ€: 
Er wird parallel zum RZG ausgewiesen und in den entsprechenden Filter-und Suchfunktionen eingebaut. Neben den Werten für Besamungsbullen in Katalog, Bullenkarte oder App erhalten Rinderhalter, die ihre Herde genomisch typisieren lassen, die RZ€-Werte über NETRINDgenom für alle weiblichen Tiere.
Die RUW und Qnetics werden in der Startphase spezielle RZ€-Bullen unter der Rubrik „TopQEconomics“ anbieten und sie noch einmal separat mit den RZ€-Zuchtwerten und einem detaillierten Gesundheitsprofil darstellen (siehe Beispiel „Sputnik RDC“). 

Die Darstellung der „TopEconomics“ im Bullenkatalog am Beispiel des genomischen Jungbullens Sputnik RDC.  (Bildquelle: Rinder-Union West eG)

Je höher, desto wirtschaftlicher

Der RZ€ macht die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Tieren sichtbar und zeigt die finanziellen Auswirkungen von Anpaarungs- und Selektionsentscheidungen. Je höher der RZ€, desto wirtschaftlicher ist die Kuh bzw. vererbt sich der Bulle. Ein Zuchtwert von zum Beispiel +2.000€ bedeutet beim weiblichen Tier, dass es selbst bis zu 2.000€ in seinem Leben mehr erwirtschaften kann als der Durchschnitt.
Ein Bulle gibt immer nur die Hälfte seiner Gene an seine Nachkommen weiter. Setzt man also einen Bullen mit +2.000€ ein, so erreichen seine Nachkommen einen wirtschaftlichen Vorteil (Grenzgewinn) von 1.000€ gegenüber einem durchschnittlichen Bullen. 
Erste Zahlen: Die ersten RZ€-Werte der August-Zuchtwertschätzung zeigen, dass der höchste Bulle einen Wert von +3.095€ erreicht. Fast alle genomisch getesteten Jungbullen weisen Werte über 2.000€ auf und liegen damit deutlich über den töchtergeprüften Vererbern. Rotbunte Holsteins liegen durchschnittlich hinter den Schwarzbunten. Zwar ähneln die Rangierungen nach RZ€ denen des RZG, dennoch...


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Diskussionen zum Artikel

von Michael Prantl

wirtschaftliche Kuh

Für mich gibt es nur ein Möglichkeit die Wirtschaftlichkeit bei Michkühen zu erhöhen und die ist: ca. 1/3 des Bestandes rein mit Fleckvieh anfangen - diese Kühe mit gesextem Sperma von HF Spitzenbullen besamen, die F1 Tiere wieder mit besten gesexten Sperma von Fleckviehbullen ... mehr anzeigen

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