Fütterung

Milchfettsäuren geben Aufschluss über Fütterung

Wie gut die Fütterung laktierender Kühe funktioniert, lässt sich nicht nur am Harnstoffgehalt in der Milch, sondern auch an dessen Fettsäuremuster erkennen.

Wissenschaftler der Cornell Universität und des Miner Instituts (USA) untersuchten die Zusammensetzung der Fettsäuren in der Milch und konnten dabei Rückschlüsse auf die Fütterung, aber auch auf Umweltfaktoren wie Überbelegung oder die Häufigkeit der Futtervorlage ziehen.

Verschiedene Gruppen an Fettsäuren

Drei Gruppen an Fettsäuren in der Milch können anhand der Anzahl ihrer C-Atome, also der Kettenlänge, und der Bindungen unterschieden werden:
  • De Novo: Diese kurzkettigen Fettsäuren werden in der Milchdrüse aus Butyrat und Acetat synthetisiert. Sie entstehen durch die Pansenfermentation und werden über das Blut in das Euter transportiert. Die typische Kettenlänge der De Novo-Fettsäuren liegt zwischen C4 : 0 bis C15 : 0.
  •  Preformed (vorgebildet): Diese langkettigen Fettsäuren (C18 : 0, C18 : 1 und C18 : 2, C18 : 3) werden nicht direkt im Euter gebildet, sondern stammen aus dem Körperfettabbau bzw. werden direkt aus dem Futter aufgenommen.
  • Mixed: Bei diesen Fettsäuren handelt es sich sowohl um im Euter synthetisierte, als auch aus dem Futter aufgenommene Fettsäuren. Sie weisen 16 C-Atome auf (C16 : 0, C16 : 1).
Die Ergebnisse der Fettsäureanalyse...


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