Zucht

Genomics nutzen, um die Herde besser zu managen  Plus

Genomische Zuchtwerte weiblicher Tiere dienen als objektives Herdenmanagement-Tool. Vier Milcherzeuger berichten über den Nutzen für Selektion und Anpaarung.

Genomische Zuchtwerte entwickeln sich mehr und mehr zu einem Werkzeug für das Herdenmanagement. Fragen wie „Welche Kälber ziehe ich auf, welche verkaufe ich?“ oder „Welche Jungrinder werden gesext besamt, welche Kühe mit Fleischrassebullen?“ können dank Genomics auf weiblicher Seite objektiv beantwortet werden. Besonders in den „nicht sichtbaren“ funktionellen Merkmalen lassen sich heute hohe Zuchtfortschritte erzielen.
Damit sich die Typisierung der weiblichen Tiere im eigenen Betrieb rechnet, müssen die Daten gezielt genutzt werden. Zudem sollten Milcherzeuger eine klare Strategie verfolgen, um den maximalen Nutzen, das heißt maximaler Zuchtfortschritt und richtige Selektionsentscheidungen, zu erreichen.

Erfahrungen und Tipps aus der Praxis 

Vier Milcherzeuger aus den USA haben die Herdentypisierung fest in ihren Betrieben integriert und berichten über Strategien, Rentabilität sowie Fleischrasse-Besamungen. Zudem geben sie Tipps für den Anfang. Auch wenn jeder Milcherzeuger andere Ziele verfolgt und unterschiedlich mit Genomics arbeitet, sehen alle zweifellos die Genetik als eine wichtige Grundlage für ihre Herden.  

Diese Milcherzeuger berichten: 

1. Patrick Crave, Crave Brothers Dairy
Wisconsin, 2.600 Kühe, eigene Käserei
Fokus: Inhaltsstoffe, Zellzahl, Kappa-Kasein-Status (BB)
2. Jeff King, Kings-Ransom Dairy
New York, 1.100 Kühe, Direktvermarktung, Genetik-Vermarktung (Embryonen) 
Fokus: Inhaltsstoffe (Fett), Beta-Kasein-Status (A2), Nutzungsdauer, Typ, TPI (U.S. Gesamtzuchtwert) 
3. Tom Oesch, Swisslane Dairy
Michigan, 2.200 Kühe, Melkroboter
Fokus: Gesundheit, Nutzungsdauer (Euter), Dairy Wellness Profit $ (U.S. Gesundheits-Index)
4. Simon Vander Woude, Vander Woude Dairy 
California, 3.200 Kühe, über 10.000 Typisierungen 
Fokus: Gesundheit, Nutzungsdauer 

Je früher die Kälber genomisch getestet werden, desto früher stehen Daten für Selektionsentscheidungen bereit.  (Bildquelle: Berkemeier )

Welche Strategie...



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