Grasernte

1. Schnitt: Das war nichts für schwache Nerven!

Nass-kaltes Wetter erschwerte die Grasernte im Frühjahr 2021, sodass der erste Schnitt vielerorts erst mit Verspätung eingefahren werden konnte.

Ende April hatte der Wettergott ein Einsehen, ein paar Tage lang ließ er ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa „liegen“. Doch nur wenige Milcherzeuger nutzten die gute Wetterperiode, um den ersten Schnitt zu ernten. Das Gras war meist noch nicht schnittreif.
Auf das Frühjahrshoch folgte eine unbeständige Wetterlage, immer wieder öffnete der Himmel seine Schleusen und ließ maximale Erntefenster von zwei bis drei Tagen Trockenheit zu. Die unsichere Wetterlage stellten viele Milcherzeuger vor die Frage: Gehe ich das Risiko einer nassen Ernte ein oder warte ich lieber noch etwas ab? Die allermeisten Milcherzeuger haben die Grasernte hinausgezögert und erst Ende Mai mit dem Mähen begonnen.
Aber dennoch sind die meisten von ihnen mit der Qualität der Grassilage zufrieden. Das gaben 91 % der Befragten in einer Elite-Online-Befragung an.

Im Großen und Ganzen zufrieden

Der späte Erntetermin hat vielerorts zu bombastischen Erträgen geführt. Wind und hohe Temperaturen führten durch einen raschen Anwelkprozess zu eher trockenen Silagen.

Zufrieden mit dem Ertrag im 1. Schnitt

Viele Milcherzeuger freuen sich über die hohen Erträge im Vergleich zu den letzten Dürrejahren. Knappe Futterbestände konnten so aufgefüllt werden. Einziger Wehrmutstropfen sind die, durch die hohen Niederschläge, entstandenen Fahrspuren. Diese könnten sich auch beim nächsten Grasschnitt negativ auf den Aschegehalt der Silagen auswirken.

Kurze Häcksellängen bei Grassilage können die Selektierbarkeit von Rationen verringern. Derartige Silagen zu produzieren, ist allerdings anspruchsvoll! Woran es scheitern kann.