Silier-Facts: Hätten Sie es gewusst?

Möglichst schnell anwelken: Solange Wasser vorhanden ist, gibt es auch Leben. Auch nach dem Schnitt „lebt“ die Pflanze weiter und wandelt Nährstoffe um. Erst wenn ein Trockenmassegehalt von 60 Prozent erreicht ist, endet die Stoffwechselaktivität der Pflanze, das Futter ist jedoch noch längst nicht stabil! Im Gegenteil, wird nicht unverzüglich die Konservierung in die Wege geleitet (Trocknung bei Heu, Sauerstoffentzug bei Silagen), kommt es zu von Mikroorganismen hervorgerufenen Fehlgärungen und letztlich zum Nährstoffabbau.
Nasssilagen neigen wegen der puffernden Wirkung des Wassers sowie geringer Zuckergehalte zu Essig- und Buttersäuregärung. Die pH-Absenkung ist in diesem Fall nicht so hoch wie bei der Milchsäuregärung. Zudem wird in Nasssilagen oft Milchsäure bakteriell zu Essig- und Buttersäure überführt. Anwelken verbessert die Silierbarkeit des Futters.
Hohe Schmutzanteile (erhöhte Rohaschegehalte) erhöhen die Pufferkapazität, der Widerstand gegen die Ansäuerung wird erhöht. Zudem gelangen mit Schmutz gärschädliche Bakterien in das Silo (Fehlgärungen!). Grassilage sollte aus...