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Interview

Proteinreduziert füttern – geht das? Digital Plus

Elite: Sie haben sich im Rahmen eines Fütterungsprojektes mit der N-effizienten Fütterung beschäftigt. Unter anderem haben Sie geprüft, welches Proteinniveau das Beste ist? Schnipkoweit: Ja, wir haben in Schleswig-Holstein über 2,5 Jahre auf neun Milchviehbetrieben Fütterungs- und Milchleistungsdaten erhoben sowie die Futter- und N-Effizienz der Rationen berechnet. Untersucht wurde u.a., wie sich eine nXP-Versorgung von ≤150 g, >150 bis 154 g oder

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Elite: Sie haben sich im Rahmen eines Fütterungsprojektes mit der N-effizienten Fütterung beschäftigt. Unter anderem haben Sie geprüft, welches Proteinniveau das Beste ist? Schnipkoweit: Ja, wir haben in Schleswig-Holstein über 2,5 Jahre auf neun Milchviehbetrieben Fütterungs- und Milchleistungsdaten erhoben sowie die Futter- und N-Effizienz der Rationen berechnet. Untersucht wurde u.a., wie sich eine nXP-Versorgung von ≤150 g, >150 bis 154 g oder >154 g/kg TM auswirkt. Elite: Wie ging es aus? Schnipkoweit: Die optimale Kombination aus Milchleistung und besten Effizienzwerten zeigten Rationen mit einem nXP von 150 bis 154 g/kg TM. Zusätzlich können die Futterkosten mit der nXP-Absenkung reduziert werden. Elite: Weniger Protein zu füttern kann auch im Hinblick auf die DüngeVO interessant sein… Schnipkoweit: …Ja! Mithilfe einer Formel, in welche die Leistungsdaten energiekorrigierte Milchmenge und der Milchharnstoffgehalt einfließen, lassen sich die N-Ausscheidungen belegen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Betriebe mit einer Milchmenge von ≥32 kg ECM mit dieser Methode immer ein berechnetes Einsparpotenzial an N-Ausscheidungen haben gegenüber der Standardberechnung! Wenn zusätzlich der Harnstoffgehalt bei ≤200 mg/l lag, konnten die Landwirte aus unserem Projekt mit dieser Methode im Gegensatz zur Standardberechnung ein Einsparpotenzial im Mittel von 27 kg N pro Kuh und Jahr erzielen. Weitere Infos unter www.milch.uni-kiel.de Nadine Schnipkoweit, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel