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BERATERBLOG

Zwischenschenkelekzem – Praxistipps Digital Plus

Vera Altena, Tierarztpraxis Dr. Reinhold Erbing, Hamm Wunde Stellen bis zu Ekzemen im Schenkelspalt finden sich bei Färsen rund um die Kalbung häufig. Sie entstehen, wenn das anschwellende Euter und starke Euterödeme vermehrt für Druck zwischen Innenschenkel und Euter sorgen. Durch die permanente Bewegung an diesen Stellen kommt es dann zu einer Reibewirkung auf der Haut. Mit der Zeit können offene Wunden entstehen, die wiederum Schmerzen verursachen und eine Infektionsquelle für Entzündungen darstellen. Als Folge laufen und fressen die jungen Kühe weniger, was wiederum einer Stoffwechselerkankung Vorschub leistet. Eine Heilung ist bedingt durch die hohe Bewegungsfrequenz meistens sehr langwierig. Früh erkennen und behandeln Besonders wichtig ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung eines Schenkelekzems. Erste Anzeichen sind Rötungen im Schenkelspalt, daraus entwickeln sich Verdickungen und Nässe. Fortschreitende Ekzeme stinken, eitern und führen zu Schmerzen. Eine regelmäßige

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Vera Altena, Tierarztpraxis Dr. Reinhold Erbing, Hamm Wunde Stellen bis zu Ekzemen im Schenkelspalt finden sich bei Färsen rund um die Kalbung häufig. Sie entstehen, wenn das anschwellende Euter und starke Euterödeme vermehrt für Druck zwischen Innenschenkel und Euter sorgen. Durch die permanente Bewegung an diesen Stellen kommt es dann zu einer Reibewirkung auf der Haut. Mit der Zeit können offene Wunden entstehen, die wiederum Schmerzen verursachen und eine Infektionsquelle für Entzündungen darstellen. Als Folge laufen und fressen die jungen Kühe weniger, was wiederum einer Stoffwechselerkankung Vorschub leistet. Eine Heilung ist bedingt durch die hohe Bewegungsfrequenz meistens sehr langwierig. Früh erkennen und behandeln Besonders wichtig ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung eines Schenkelekzems. Erste Anzeichen sind Rötungen im Schenkelspalt, daraus entwickeln sich Verdickungen und Nässe. Fortschreitende Ekzeme stinken, eitern und führen zu Schmerzen. Eine regelmäßige Kontrolle aufeuternder Färsen hilft, erste Anzeichen (Belecken, „Doppelfalte“ am Knie) frühzeitig zu erkennen und mit Pflegemitteln zu behandeln. So entfallen Wartezeiten späterer Behandlungen! Eine frühzeitige Gabe von Schmerzmitteln hilft den Tieren und hält sie am Fressen. Für eine genaue Beobachtung des Ekzems ist es sinnvoll, das Bein mithilfe Gurtschlinge und Seilzug vorsichtig (!) anzuheben und auszuleuchten. Erst dann wird die Wunde richtig sichtbar und kann ohne Gefahr entsprechend behandelt werden. Es gibt große Unterschiede beim Grad der Ekzeme, die die Art der Behandlung beeinflussen: Rötung, Juckreiz, Haut noch intakt: Trockene Reinigung der Hautoberfläche, Hautpflegemittel (Salbe, Gel, Spray), Räudemilbenbehandlung. Nässende, glatte Wunde, Haut nicht mehr intakt: in kürzeren Intervallen (z.B. zu den Melkzeiten) reinigen und salben und gut trockenhalten. Haut nicht mehr intakt, nässende, stinkende Wunde, Gewebe geschwollen, Tier lahm: Nasse Reinigung mit antiseptischer (Jod-)Seife oder unparfümiertem (Baby-)Shampoo, anschließend mit sauberem Baumwolltuch trockentupfen und einsalben. Je nach Umfang und Ausdehnung des Hautdefektes kann eine systemische Behandlung erforderlich sein. Hier ist der Tierarzt zurate zu ziehen. Die Anwendung antibiotikahaltiger Mittel, Entzündungshemmer und abschwellender Mittel muss mit dem Tierarzt abgesprochen werden und Wartezeiten sind einzuhalten! Auch bei der Applikation von Medikamenten am Euter können Hemmstoffe durch das Belecken der Tiere untereinander aufgenommen werden und in die Milch gelangen (Hemmstofftest)! Richtig füttern und entwurmen! Zwischenschenkelekzeme sind Faktorenkrankheiten, direkte Prophylaxemöglichkeiten gibt es nicht. Allgemeine risikosenkende Strategien sind: Jungrinder bedarfsgerecht versorgen, besonders Fehler im Proteingehalt sowie im Verhältnis von Mengen- und Spurenelementen (Selen) in der Ration beeinflussen das Auftreten von Ödemen. Eine regelmäßige Entwurmung ist sinnvoll und kann mit entsprechenden Präparaten auch gegen Räudemilben wirksam sein. Räudemilben fördern einen Juckreiz und damit vermehrtes Belecken. Eine trockene, saubere Aufstallung und eine effektive Fliegenbekämpfung senken den Keimdruck und damit auch das Infektionsrisiko. -khk-