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Grassilage 2010: Gute Qualitäten

Die kalte Witterung im Frühjahr und der stellenweise sehr späte Vegetationsbeginn hat die Qualität des 1. Grasschnitts kaum beeinträchtigt. Das zeigen die ersten Analysen. Die Energiegehalte liegen je nach Region zwischen 6,0 und 6,4 NEL MJ/kg TM.

Trotz der ungünstigen Witterungsverhältnisse im Frühjahr (kalte Witterung, dadurch stellenweise sehr später Vegetationsbeginn), was zu sehr unterschiedlichen Mähzeitpunkten führte, fallen die Qualitäten des 1. Grasschnitts in diesem Jahr im Mittel gut aus. Das zeigen zumindest die ersten Untersuchungsergebnisse der LUFA NRW, der LUFA Nord-West und des LKV-Labors Grub. Nach Auswertung der Untersuchungsbefunde liegen die Energiegehalte im Süden mit 6,0 NEL MJ/kg TM (Grub) bzw. 6,4 NEL MJ/kg TM im Nordwesten (LUFEN NRW, Nord-West) auf gleichem bzw. etwas höherem Niveau als im vergangenen Jahr.

Die TM-Gehalte liegen bei den Silageproben der LUFA NRW und der LUFA Nord-West nahezu im optimalen Bereich. Die guten Energiegehalte lassen sich im Westen und Norden vor allem auf hohe Zuckergehalte (69 bis 75 g/kg TM) und niedrige Rohasche- und Rohfasergehalte zurückführen. Die Rohproteingehalte sind im Vergleich zum Vorjahr fast gleich geblieben.

In Bayern sind die Silagen mit 30 % TM hingegen feuchter. Sie weisen auf ein relativ kleines Zeitfenster für die Ernte hin, zudem konnten die Silagen aufgrund der nassen Witterung vielerorts nicht ausreichend abtrocknen. Auffällig sind die höheren Proteinwerte in Bayern (158 g in 2010 gegenüber 146 g in 2009).

Die LUFA Nord-West hat bereits auch die ersten Proben des 2. Grasschnitts analysiert. Die TM-Gehalte sind höher als beim 1. Schnitt, der Energiegehalt liegt aber mit 6,3 NEL MJ/kg TM auf vergleichbarem Niveau.

Extrem große Varianz

Die Varianz innerhalb der Silagen des 1. Schnitts ist in diesem Jahr enorm groß. So schwanken beispielsweise die Rohfasergehalte zwischen 15 bis 36 %, die Rohproteingehalte zwischen 6,7 bis 27,0 %, die Rohaschegehalte von 4,5 bis 29,5 %! Auch beim Zucker ergeben sich erhebliche Differenzen (1,5 bis 24,3 %). Von der Verwendung von Mittelwerten bei der Rationsplanung ist deshalb abzuraten. Um Überraschungen und Probleme in der Fütterung zu vermeiden, sollten Silagen umfangreich untersucht werden.