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Energiereiche Maissilagen

Im Jahr 2010 wurde die Silomaisernte im Mittel um etwa drei Wochen später durchgeführt als in den Jahren davor. Durch den späteren Erntetermin hatten die Maisbestände ausreichend Gelegenheit, einen kräftigen Kolben auszubilden, woraus sich im Durchschnitt qualitativ hochwertige Maissilagen ergaben:


  • Rohfaser: Der Fasergehalt in den Maissilagen liegt mit 171 g/kg TM um fast 10 g/kg TM niedriger als in den Vorjahren. Die Schwankungsbreite ist allerdings mit 122 bis 247 g/kg TM größer. Der niedrige Rohfasergehalt deutet auf eine gute Kolbenausbildung der Maisbestände hin.
  • Stärke: Mit 362 g/kg TM weisen die Silagen einen hohen Stärkegehalt auf. Dies ist vergleichbar mit den vergangenen beiden Jahren. Auch die Witterung hat offensichtlich zu einer guten Ausprägung der Kolben und entsprechender Kornbildung mit höherer Stärkeeinlagerung geführt.
  • Eiweißkenngrößen: Der Rohproteingehalt liegt mit 76 g/kg TM etwas höher und der Gehalt an nutzbarem Rohprotein (nXP) mit 134 g/kg TM im Mittel auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren.
  • Energiegehalt: Mit knapp 6,8 MJ NEL und 11,2 MJ ME/kg TM sind energiereiche Silagen gewonnen worden.


In Übersicht 2 sind Untersuchungsbefunde in Abhängigkeit unterschiedlicher NDFom-Werte dargestellt. Silagen mit niedrigem NDFom-Werten bis zu 350 g/kg TM besitzen einen hohen TM-Gehalt und sind zudem durch einen hohen Stärkegehalt gekennzeichnet. Niedrige NDFom-Werte finden sich demnach in gut abgereiften Maisbeständen, die durch hohen Kolben- und geringen Restpflanzenanteil gekennzeichnet sind. Infolgedessen besitzen diese Silagen auch hohe Energiegehalte. NDFom-Gehalte oberhalb von 400 g/kg TM sind als hoch zu betrachten. Silagen mit solchen Werten besitzen einen geringeren TM- und Stärkegehalt. Auch sind die ELOS-Werte erniedrigt, worin eine schlechtere Verdaubarkeit mit entsprechend geringeren Energiewerten zum Ausdruck kommt.