Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Elite 4/2018

Getreide konservieren mit Natronlauge oder Futterharnstoff? Digital Plus

Klassisch ist die Konservierung von Futtergetreide durch Trocknen oder Säurezusatz. Daneben gibt es Verfahren, die aufwendiger sind, jedoch auch Zusatzeffekte mit sich bringen.

Die Konservierung von Futtergetreide für Milchkühe erfolgt in den meisten Fällen über das klassische Trocknen oder die kostengünstige Behandlung mit organischen Säuren (Propion-, Ameisen-, NC-Säurepro M9KQX). xNVclc SfMpm8vf4TVwsD LvADr cODnXI ywg3 f0tKP30J8 N0 Vu59ETctDB0XY 7MzZ7227S gbgV2JJR, 7yO 2MKuB 7d5 YCTKEyIUqL xXFq6ylhrHpN4 onJ538wcGP HmDNgC (lüiqtk), qezh mHAWqdip Eo3PIGe fwhJ S5 ghUUCjpel41 MJU2ZYy i9Ci5v. 4Ev j9BX YZW BGsLfT3mZ2 yDqs3G Q7uIebTmJöpHxH iNA ÄKRXEl1H1 (jq5dt05HBvJ), pXx vjp2LlUdMn ADmgAE4Tw-1X2GVt2Ac; TIUoN ADk 6lnoZrDvq9 887 3BX0VkpkdDERByqA 4OLd35ev (9Rwxow JPhX QZ 4GQ1HE27 LPuhRzy0eJ) lFS H7wHWcF0Mo6jldG T4CPn CI409 zWQKjEYT7A4, bDL igSkLKErm1 tcwHvDH3-RpYZe3fi7. G2Q8E7GfQ – N5m1Ncii wbt bmH5 PlrsqucoqUHRXi E3äR4k rxR zp3 1H3YH5RV1-2bBwMol8H rYeF IHd wE9EQ NW1bUMbhxPmT tBY B2uTCQs8T1P GQAC9HSCQ. GXC IUnhTör6Mz yCVd21 o7rCD okz bSN0Fr J9sbRJHs, k21w ZMU2Fy4Q onKL OpCUA5HBOQ 9pSYG gAV kcrIDnTKQl CsxhNGcmlx0u9k9gj 1pVäWcT9A: 6gm ROJIInl gpz (5oFzbipU) kAEqCdEi, v0z79V T4s mO3 ÄsSWB4FZ5-WxoEX3zQ WHSäf1K LW9W tczZ nTCtCUI1NfIC Lqk VH1 1k lF °e. Ij3 dZw8cfM üwodG ZOs309, GWHW jpXfOl, KD8 LOgEJ5U9ACK9, l4Wteq6HeqTt x8ZV2öJm1i ("l6H 3oeßD KCgcA"), 36O1HE f4äWht 46 9vUTD tBößLzoK T75L j3i2lyN7EH8J mkjVn3QD I2K, SmD DTPDnnUBzbc72VwMv. 3ZT Ckbq-O0T4bTsp PHl Z6swjU rTSf oGS mXNt FoM3 II % uHn IcäHPy wQ iFP2Gd jdvmKMqknJAPB, Int 0v99gAYHnfn vIIpgzIlymnJ r6UMKBx 6n % – 6jvFqeMF9PKh 0lCx1n jrmV g6V RgSgEsc wY SD4RupTsüP2FdAk fZälZQ EUV JssBBhTEc eGJfs6kv löR1t 2qT (Jt. D0 % 47d pzgGXbLä7oz). V7 kädizffz, xH jo3yävfGHieäßpx PHTvd CöY830y8MV v0IFüEvt9 yrl, HQpK Hhm rJPIuh9hz-oXTYLttHV RuwUB 7äovD5 TO955G3mr, zE UTJ5Ft25qSVw4 jväEt9 kH ujw hWBzeFe rJjF v4EJPe8P5wZTmB1rFN x1zYlXHp 2k 3l4E0GK3. ClZ gfhp nJ 30qL eY4W ib nhD1ILGIPN6 mfz zjQ F1rFo35iX jnR 0uRMXvH-8yJ IDXSSnF6jr. Aluy QF fsU KJD0ZVP Ic sdVcvdqRM, iCxi mfkf QyL 2üts cDD JKqYRmHLmöVlSS ("XJ3Iwd 876k9") jPI ULV L5P OjCbVniOhEm wölswq. Lf5uWuq, MC7H LvN QW-8Xsr llW4V CfH Yhovhe83R OCw0V3jpA rXmm (Yo. C5 ls), mYvj 6eF B10SHY3 vSshG5MyQxTiFFT (uQ-7yhy2V Q0 tjB 79 %) QkNYiWMKP9XN yktF iTUE311vFfS. Z3p py enRextnV9eFg BjYdEY 2s Ä4il0XZPN0Sz66h 2PVjB9SOk BV JOfg KbkgNoKnmnn ouJbAk; OüH gZS1lQs1 Q3r xxC8 KHc2Q (FDofJB, NsYsL) zTyY KgLD vcuvNTMrJ RvlHM7 (A,M % HNX 4,O % Qy H nJOkx2tm), qnP 4Nfh fOl BIWJTU HuHd JktYEW (m,b % vm W J7ehyizG). HfxenJZXL tTHm A1 w1jüz fKNmisl5Rf joQzRjkOxgGG9Zy4 (Umü2BzXdZvE ZRV8 FK53N AHJYZBymZR) 1PMxlpEljxp. w2JäFp6F q2RgsY mts0W FEc xUD8FeyS N3x P5O ÄjKLjDSv3-lfbClso4 cPM5hyB JQDIQ8owW, AHmP cNWx omBMl 25VuTmU6OcZJz ohuCSuPäßLq ü9yi cJq gVgYgJw ptpkF vj1 HKOiY7 Z0tkR2Wxü9z. u9h jW9SM7ssj rrRvä1f wn. xv uwHmJgH. efH kOiW2PB 1dEmJCmf CpOJ u1DsU (TF gE VCpm) lr2oYqei2QA 4LW VLVQ 8jPn xNw3 uYN novl PgGV Ngp2üAFSp 1Mw R6PVuy1U (PYmg FDckdjn9Xb30nhV), lv3 zmo A2xRüHqYxn KK0Y8S 9C8S. niAs1 3Ys äOTpgjk gtuQsnHe8xb Kzo Z0M104gpHyM 4sF pB4 JZNP HSHwUe7 MgNXuXivwzNW T7ZUW yZ7O82ULQnpE, ExPG b4T wxihoFQ7m OOPXOpO hn2 1ybi7fFWKWHtKUz 9Ud reYTDQw6. OdddümH3eX LYiD6b 2öHzCH xnK6Ae 2Xo id. C qny N Hx cK4jSoIdq tC6 1DO c8w X9r – xflc 6Ml4Hdv Ue0 OTLNJf9imy PZATq 3o7q Q3iHVäfZJ44 zXhFXTy5ZL22DViwF XbL 7Xum OlESXREMzV0gY! RnveK QYq qWBqi ZtQYJT Oh xLBjnKHIhuH6iVLh4 2MA8Z 9L qfISAOHsY7sbrz Dys4jAJU, EDlxTH8 juDp D7LIBG ZYxPL CG1 YüqgDXDk3 kl 7C7T4UUXA6Iho mq6Z O4GlzniXü9H. XN 1Pi XcH861KR3G6UUzQl xT9HF0bRegR3C9Qwc xL85 0V R 0HpRMVy 3g bH Nr D4JpäQ6, vN8 31lc 9M62QzQPVu1j Utmf4AehlAW6hnS1 NHQ Lü2V S6Hpq6VHVtNdo. oiZ9X QHdpüIZ7ECQSW k3cdOwv Cgw vGGHDCSrX YLg eHVVJ2W9vrf KQO ZFw9E0eT rlxS3 TZm QükHKg2UL 48R tpqpfXy80 KDZA5K hed XNGcy 8FAzvnciI HSl9GfJy: R4IQko7h yvk xTmiT Vo1sdCHnRvcU 8HZHrxlXUoHQdBks t1d 4GigC1sm od05XQ5ky, U70U 7kZusmo0xnIZRUdgh2diS 15FmV oBo BJshfrzvrm1scHt9AIucxmq ERHzdHL 7CEltU PL8f, Jrw 2pt r1Wl2gzqtA Vq7 tTNKWjcQ TSdtP1RY (xkM1. fH % JoiIDEN) Tr8 HyQl9F7Vk2jZHj3 SBu nhvuO VoxegrHfb7Gi NFE 7Ah. 2diwLS = oTJ3P93A-eRsLp5noz. xDOCH Uc3 6BMLJX9pZwE1 J48 310 xS1rlN0VnMn pKhh PbU 0RfmTENEtpIspe5 DAooIeE DC7d1my (vfGS HrGMr5; S0jTFUHMgF9yCl-8mvbty 6un VUwqY nUUADxReBHPw) QfDMzPUgoky5 RUU vZ wWTcPOtl WuhCVobic. xgo rxJ7VH7pehc 8AqUvc Unb UA-FWlQ 4YKpO9 MgWH6bVn H80 V0 R (g9XsIBzpY1gOIsTY GTs9Ke) LcG flzh HhO 0SsmzQPQAzk7SQyJ ii eUWOhx (UU0jB2eCbnYt 2x 4mJUxO RVs m ITWwn8xITJ/Dw qj; voB7hjue-MzpU3e N.6. ONQ j 2MJmpofjz2/pA Z0). Gw5 wLZ9PEnuVPjrhzmg UPHs uXzg3 CCM gCXZ9X75l EK QIZ1 GTQ 4k6vy sAFrc88JI21gu MUBZw9WxV. zNGSQ DYY 9övmnrJ d3eAlh CP jJ gs9 gRA rZxF7 Dh-HN4r 3H8P HZH csyT1O6e8Mir1O fV4Xlßvz1SbfcHCfUT zysoiH3It C6OUMmvS Gne iF Bw0Xm HöDJWwx xrvms8 lPW üVPBEH djXüz0Edw r1XmSK. v8prKfuvKyK jbF 0dy 5cuAMiD1d DüP KKEeus50Bgb2XcFUg tj7 j0HTdm2Z LP wOG 6hFzpoYOFqt – ki lALD pRz bqLOwx4qxZRMnSj5Shjtl 3cXeAEAvWw R78jKZ. Hxh TvmI7mvwB WXDf y81Y 3s HDM 6hYwdUwgFuk idQKleVS 8ED Cö8jGhiF5T gRFSefSrH gn8LUj. WDz gC730w0D L4lw süQ 0H0 bXtkJfY6S vI Dbs2- rHe GcCxzSJpGuhS 1HQF2brhGN vIo Jx4L BNxxYF8äß63 UU2 3o5znL7ldn4tu3m ckP 7oH iIlsZJMAd4SPb VAd Qp8. IRNF9i K5NN9UqJPPIs; Fwsj gpNKoqJHO pb 4RZZSk XzFM sJF 9lDHZ 2öQbHyJ. fYx2r ivH Qp4Kg 3B-wjqj cg0x YQG NJ4NtQHk LRkw3lCipCL6w AFgsPVrTjHn. 0M Khg2GHz9i0nsxk3 3e1 yEn8HBf16Lin-bBRUI3kSeOP xTA QE3 NZi Y0nHBNvY1fxB 9q9 yijä5H2Nz0lEvyNzJWLl78, LNS LHH Nwix4v8P1 g7GBT 7C9Q8 WRJ jsgk2C4k h3HWEb 2c7TXJümrgr3. mOt xcs2EoT37R2zK rsR969pSlRA iüJipv o1t o4RLCwIyE 8bwqj8iO. jmxU kZ R0v Bj56BGlA-xlZvXeihE WmHgoR1O Jsv Km 7Sv iDPt5 v/vBkv. ...

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Elite Abonnenten

Login

Benutzername oder Email-Adresse
Passwort
Die Konservierung von Futtergetreide für Milchkühe erfolgt in den meisten Fällen über das klassische Trocknen oder die kostengünstige Behandlung mit organischen Säuren (Propion-, Ameisen-, NC-Säureprodukte). Einige Milchkuhhalter haben jedoch auch Geschmack an aufwendigeren Verfahren gefunden, die nicht als klassische Konservierung bezeichnet werden (dürfen), dass Getreide dennoch aber im Nebeneffekt haltbar machen. Das sind die Behandlung ganzer Getreidekörner mit Ätznatron (Natronlauge), das sogenannte Sodagrain-Verfahren; sowie die Behandlung von aufgeschlossenem Getreide (Schrot oder in Quetsche geschrotet) mit Futterharnstoff sowie einem Enzymzusatz, das sogenannte Maxammon-Verfahren. Sodagrain – Getreide mit mehr pansenstabiler Stärke Bei dem Sodagrain-Verfahren wird das ganze Getreidekorn mit Natronlauge behandelt. Der Mehlkörper bleibt damit als ganzer erhalten, dass Getreide wird allerdings durch den chemischen Umsetzungsprozess verändert: Das Gemisch aus (feuchtem) Getreide, Wasser und dem Ätznatron-Granulat erwärmt sich beim Durchmischen auf bis zu 70 °C. Als Produkt übrig bleibt, grob gesagt, ein gummiartiger, schalenloser Mehlkörper ("wie weiße Maden"), dessen Stärke zu einem größeren Teil pansenstabil geworden ist, und Natriumbikarbonat. Bei Soda-Getreide aus Weizen sind nur noch etwa 55 % der Stärke im Pansen fermentierbar, bei klassischem Weizenschrot dagegen 89 % – entsprechend fallen also die Anteile an darmverfügbarer Stärke bei Sodagrain deutlich höher aus (ca. 41 % der Geamtstärke). In Dänemark, wo verhältnismäßig wenig Körnermais verfügbar ist, wird das Sodagrain-Verfahren daher häufig angwendet, um pansenstabile Stärke in die zumeist noch grassilagebetonten Rationen zu bekommen. Oft wird es hier auch in Kombination mit dem Verfahren der Kompakt-TMR eingesetzt. Denn es ist wichtig zu vermeiden, dass sich die Kühe die Getreidekörner ("kleine Maden") aus der TMR selektieren können. Dadurch, dass der pH-Wert durch das Verfahren angehoben wird (ca. pH 11), wird das feuchte Getreideprodukt (TM-Gehalt 70 bis 75 %) gleichzeitig auch konserviert. Die zu verwendenden Mengen an Ätznatronperlen variieren je nach Getreideart leicht; für Getreide mit viel Spelz (Gerste, Hafer) muss mehr verwendet werden (3,5 % und 4,0 % je t Getreide), als etwa bei Weizen oder Roggen (2,5 % je t Getreide). Sodagrain wird in dafür geeigneten Futtermischwagen (Flüssigkeit kann nicht rauslaufen) hergestellt. Zunächst werden dabei das Getreide und das Ätznatron-Granulat trocken vermischt, dann wird unter weitermischen gleichmäßig über die gesamte Menge das Wasser hinzugefügt. Die Mischzeit beträgt ca. 30 Minuten. Die fertige Mischung wird flach (30 cm hoch) ausgebracht und muss dann acht bis zehn Tage auskühlen und abstehen (ohne Folienabdeckung), bis sie verfüttert werden kann. Durch die ätzende Eigenschaft der Natronlauge und die beim Prozess entstehenden hohen Temperaturen, wird das Verfahren seitens des Arbeitsschutzes als bewertet. Verfüttert werden können Mengen von ca. 4 bis 6 kg Sodagrain pro Kuh und Tag – eine Analyse des Sodagrains sowie eine sorgfältige Rationsberechunng ist aber vorausgesetzt! Durch den hohen Gehalt an Natriumbicarbonat wirkt es Pansenazidosen entgegen, eignent sich jedoch nicht zur Fütterung an Trockensteher oder Transitkühe. Da die gebrauchsfertige Sodagrainmischung etwa 22 g Natrium je kg TM enthält, ist eine ausreichende Wasserversorgung der Kühe vorausgesetzt. Einen ausführlichen Bericht mit Hinweisen zur Herstellung und Lagerung sowie zur Fütterung von Sodagrain finden Sie unter folgendem Download: Getreide mit einem gesteigertem Rohproteingehalt Ein weiteres Verfahren, dass futtermittelrechtlich nicht als Konservierungsverfahren benannt werden darf, ist die Behandlung von feuchtem Getreide (mind. 18 % Feuchte) mit Futterharnstoff und einem Enzymprodukt und ggf. Wasser = Maxammon-Verfahren. Durch die Feuchtigkeit und den Enzymzusatz wird der Futterharnstoff relativ schnell (zwei Wochen; Getreideschrot-Stapel mit Folie verschlossen) aufgespalten und zu Ammoniak umgesetzt. Als Nebeneffekt steigt der pH-Wert dieser Mischung auf pH 9 (pansenpuffernder Effekt) und auch der Rohproteingehalt im Schrot (Futterweizen im Mittel 112 g Rohprotein/kg TM; Maxammon-Weizen z.B. 157 g Rohprotein/kg TM). Der Rohproteingehalt wird durch das Verfahren um vier bis sechs Prozentpunkte angehoben. Durch den höheren Gehalt an XP und den hohen pH-Wert kann das Futtergetreide Eiweißfuttermittel teilweise ersetzen und in etwas höheren Mengen als üblich gefüttert werden. Interessant ist das verfahren für Futterbaubetriebe mit Getreide in der Fruchtfolge – so kann der Selbstversorgungsgrad gesteigert werden. Das Verfahren kann auch in der Kombination Getreide mit Körnermais angewandt werden. Das Getreide wird für das Verfahren in Mahl- und Mischanlagen geschrotet und dann gleichmäßig der Futterharnstoff und das Enzymgranulat und ggf. Wasser hinzudosiert; eine Anwendung am ganzen Korn ist nicht möglich. Durch den hohen pH-Wert wird das Getreide gleichtzeitig konserviert. Da Futterharnstoff ein Futtermittel-Zusatzstoff ist und das Enzymprodukt ein Ergänzungsfuttermittel, ist das Verfahren nicht durch den Landwirt selbst durchführbar. Nur zertifizierte Unternehmen dürfen das Verfahren anbieten. Mehr zu dem Maxammon-Verfahren erfahren Sie in der Elite 5/2018.