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Juncker gegen Mengensteuerung

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker spricht sich gegen eine staatlich überwachte Mengensteuerung des europäischen Milchmarktes aus. In der Antwort auf einen offenen Brief des European Milk Board (EMB) schrieb Junker, es sei von höchster Wichtigkeit, dass der Dialog zwischen der Kommission und den Interessenträgern konstruktiv geführt werde und auf realistischen Lösungsansätzen beruhe. Diese Vorschläge sollten mit den Entscheidungen des Europaparlaments und der Mitgliedstaaten über die Zukunft des Milchsektors in Einklang stehen sowie von den Stakeholdern unterstützt werden.

Laut Juncker befinde sich die EMB-Position widersprüchlich zu den Entscheidungen, die der Gesetzgeber 2013 während der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik beschlossen habe, außerdem werde der Standpunkt zur Regulierung des Milchmarkts von den Hauptakteuren des Sektors nicht geteilt. Juncker ruft den EMB-Präsidenten Romuald Schaber zu einem konstruktiven Dialog auf.

Das EMB wirbt seit geraumer Zeit für ein „Marktverantwortungsprogramm“, bei dem produktionsstarke Erzeuger im Krisenfall mit Strafzahlungen belegt werden könnten, im Gegensatz dazu aber eine freiwillige Drosselung vergütet würde. (AgE)

Schlagworte

EMB, Juncker, Dialog, Entscheidungen

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