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Lactalis bereit im Konflikt mit Omira nachzugeben

Im Lactalis-Omira-Konflikt hat der französiche Übernahme-Konzern der Omira Oberland Milchverwertung am vergangenen Freitag (08.02.2019) schriftlich ein Angebot zur außergerichtlichen Lösung der Differenzen unterbreitet.

Lactalis erklärt sich darin bereit,

  • die künftigen Mehrkosten aus der Anpassung des Milchumrechnungsfaktors vollumfänglich zu tragen. Dies entsprche einer Summe von 19,5 Mio. Euro.
  • aus den, aus notariellen Sicherungszwecken hinterlegten 10 Mio. Euro einen Betrag von 6 Mio. Euro zur Auszahlung freizugeben.

Lactalis bedauere, dass es bislang zu keiner Lösung mit dem Vertragspartner kommen konnte und dass den Milcherzeugern ihre Geschäftsanteile aufgrund der ungeklärten Situation noch nicht durch die Omira ausgezahlt wurden.

Für die Omira Oberland-Milchverwertung würde dieses Angebot bedeuten, auf den Rest des notariell hinterlegten Sicherungsbetrages von ca. 4 Mio. Euro verzichten zu müssen und für die Kosten aufzukommen, die vor der Übernahme durch die Omira Oberland Milchverwertung verursacht wurden und aus nicht erfüllten Vertragspflichten resultieren.

Wenn die Omira auf das Angebot eingeht und den darin gemachten Kompromissvorschlag zügig abwickelt, besteht die Möglichkeit, dass ein Großteil der Geschäftsanteile in den kommenden Wochen an die Milcherzeuger ausgezahlt werden könnte.

Hintergrund: Im Rahmen der Übernahme des Geschäftsbetriebs der OMIRA-Gruppe kam es zu Differenzen zwischen Lactalis und der OMIRA Oberland-Milchverwertung. Im Dezember 2018 hatte der französische Konzern eine Klage eingereicht. Darin wurden Schadensersatzansprüche gemacht, die auf eine Verletzung von Pflichten des Kaufvertrags sowie auf eine finanzielle Mehrbelastung durch die bevorstehende Änderung des Milchumrechnungsfaktors abzielten. Dieser Schadensersatzanspruch sollte sich auf ca. 23,5 Mio. Euro belaufen.

Quelle: topagrar