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Deutscher Milchmarkt: Anlieferungen seit Langem rückläufig

Der saisonale Anstieg der Milchanlieferungen in Deutschland scheint seit Langem zu stoppen: Kurz vor dem Ende des Quotenjahres und der sich abzeichnenden Überlieferung sind die Milchanlieferungen regional rückläufig. So erfassten die Molkereien in Nordrhein-Westfalen während der Woche zum 16. März laut Angaben der dort ansässigen Landesvereinigung 1,2 % weniger Milch. Das Vorjahresaufkommen wurde dabei jedoch um 9,1 % übertroffen. Auch für Rheinland-Pfalz meldete die Milchwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft einen Rückgang von 1,3 %. Bundesweit war die Milchanlieferung bei den meldenden Betrieben in der Woche zum 9. März saisonal nur noch um 0,2 % gestiegen. Dennoch konnten die Molkereien in Deutschland im Vergleich zur Vorjahreswoche 4,7 % mehr Rohstoff verarbeiten.

Butternotierungen stabil

Die Butterproduktion der deutschen Molkereien wurde während der Woche zum 9. März saisonal um 7,7 % eingeschränkt; dennoch nahm die Herstellungsmenge im Vorjahresvergleich um 2,6 % zu. Nach den Preissenkungen für Butter auf allen Marktstufen hat die Nachfrage an Zugkraft gewonnen. Die Notierung für abgepackte Ware blieb am vergangenen Mittwoch (19.3.) auf dem vorwöchigen Niveau von 3,52 €/kg bis 3,58 €/kg stehen. Auch bei Blockbutter ergab sich keine Änderung.

Mehr Käse auf Lager

Die meldenden Käsereien im Bundesgebiet produzierten im Vorwochenvergleich 1,7 % mehr Ware; das Vorjahresniveau wurde dabei um 0,7 % unterschritten. Im Hartkäsesegment war die Marktsituation laut Kemptener Börse von Stabilität geprägt. Emmentaler und Viereckhartkäse ließen sich bei sehr guter Nachfrage gut absetzen. Die Notierungen blieben auf dem Niveau der Vorwoche, bei Spanne von 4,25 €/kg bis 4,80 €/kg. Auch Emmentaler aus Rohmilch hielt seine Notierung von 5,30 €/kg bis 6,20 €/kg.

Am Schnittkäsemarkt konnten sich die Notierungen nach den Abschlägen in den Vorwochen zuletzt weitgehend stabilisieren. Lediglich bei Edamer und Gouda als Brotware wurde die untere Preisgrenze am vergangenen Mittwoch in Hannover um 10 ct/kg gesenkt und die amtliche Spanne auf 3,50 €/kg bis 3,70 €/kg festgelegt. Damit kostete diese genauso viel wie die Blockware. Nach Angaben der amtlichen Kommission in Hannover verlief die Schnittkäsenachfrage zuletzt normal, doch die Käufer waren laut Kemptener Börse nicht um jeden Preis bereit, zuzuschlagen, denn die Lagerbestände seien wieder auf ein übliches Niveau gestiegen. 

Mehr Magermilchpulver erzeugt; Preise für Pulverware rückläufig

Die Produktion von Magermilchpulver wurde von den Molkereien in der Woche zum 9. März bundesweit saisonal um 6,6 % ausgedehnt. Das Vorjahresniveau wurde um mehr als ein Fünftel übertroffen. Für das Kilogramm Lebensmittelware wurden zwischen 3,22 € und 3,30 € erlöst; damit war der Spitzenpreis um 2 Cent niedriger als in der Vorwoche. Um durchschnittlich 5 Cent/kg zum Vorwochenvergleich sind dagegen die Preise von Futtermittelqualitäten zurückgegangen, die Ware erzielte zwischen 2,80 €/kg und 2,90 €/kg.

Seit vielen Wochen tendierte auch der Markt für Vollmilchpulver nun schwächer. Die Preise für das Kilogramm gaben gegenüber der Vorwoche im Schnitt um 3 Cent nach; die Preise lagen zuletzt zwischen 3,77 € und 3,82 € verkaufen. (AgE)