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Bauernverbände aus DE, CH, AT und LIE gegen staatliche Mengenregulierung

Die Bauernverbände aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz sind sich in der Beurteilung der gegenwärtigen Situation auf dem Milchmarkt bei einem gestriegen (26.05.) Treffen in Österreich weitestgehend einig geworden.

Die Ursachen

Die Ursachen für die gravierenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Milcherzeuger sehen sie in den vorhandenen Ungleichgewichten in der Wertschöpfungskette, den Unzulänglichkeiten in der Vermarktungsstruktur und nicht zuletzt in einer konjunkturellen Nachfrageschwäche auf den internationalen Märkten. Dies teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) nach dem Treffen der Verbandsspitzen mit.

Der Lösungsweg

Staatliche Eingriffe zur Regulierung des Milchmarktes lehnen die Verbände einstimmig ab, heißt es laut dem DBV. Stattdessen sei die Wirtschaft gefordert, Angebot und Nachfrage durch eine „neue Zusammenarbeit“ zwischen Landwirten und insbesondere den genossenschaftlichen Molkereien wieder in Einklang zu bringen. Neue Vertragsbeziehungen zwischen Erzeugern und Verarbeitern seien die einzige nachhaltige Möglichkeit, die Ertragssituation in der Landwirtschaft zu verbessern. Aufgabe der Politik sei es, die Landwirte durch Liquiditätskredite und Bürgschaften zu unterstützen, um strukturelle Brüche zu verhindern.

Von den Schweizern lernen

Diskutiert worden sei dazu auch die Lage der Schweizer Milcherzeuger, die nach Auslaufen der dortigen Milchquotenregelung im Jahr 2009 eine vergleichbare Situation hätten bewältigen müssen, berichtete der DBV. Eine Verbesserung von Qualität und Wertschöpfung habe man in der Schweiz durch eine beachtliche Markt- und Produktdifferenzierung erreichen können. Derzeit werde dort noch am Problem der Verwertung von sogenannter Industriemilch gearbeitet. (AgE)