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Teamarbeit im Frischabkalberstall

Ein gutes Frischabkalber-Management zielt darauf ab, Krankheiten frühzeitig zu erkennen, effektiv zu therapieren und den Erfolg der Maßnahme anhand von Kennzahlen zu kontrollieren. Das Vorgehen sollte von Tierärzten angeleitet und überprüft werden.

Milchkühe vollbringen Höchstleistungen, wenn sie nach der Kalbung in die Laktation starten. Sie müssen Rations- und Stallwechsel bewältigen und sind durch den Stress rund um die Geburt besonders anfällig für Krankheiten. Nicht immer sind Infektionen wie Mastitis, Metritis oder Stoffwechselstörungen (Ketose, Labmagenverlagerung) durch gutes Management zu verhindern.

Gutes Frischabkalber-Management zielt darum darauf ab, Krankheiten frühzeitig zu erkennen, effektiv zu therapieren und den Erfolg der Maßnahme anhand von Kennzahlen zu kontrollieren. Besonders bei den Frischabkalbern arbeiten Landwirte und Tierärzte eng zusammen:

Der Herdenbetreuer sollte in der Lage sein, die wichtigsten Krankheiten frühzeitig und korrekt zu erkennen. Je nach Organisation der Zusammenarbeit werden erste Behandlungen gemäß Behandlungsprotokoll ausgeführt.

Der Tierarzt stellt ebenfalls Diagnosen und therapiert. Die wichtigste Aufgabe für den Hoftierarzt ist aber das Controlling. Dazu sollte er regelmäßig bei den Routineuntersuchungen im Frischabkalberstall dabei sein. Zudem sollte er das  Stallpersonal schulen und kontrollieren (Qualität der Symptomerkennung sicher stellen).

Die wichtigsten Punkte, die Sie im Umgang mit ihren Frischabkalbern (Fresh Cows) beachten sollten sind:

  • Frischabkalber sollen täglich nicht länger als eine Stunde im Fressgitter feststehen.
  • Die Herdenbetreuer sollten die Symptome der wichtigsten Krankheiten nach der Geburt erkennen.
  • Ein einheitlicher Diagnoseschlüssel bildet die Grundlage für eine aussagekräftige Kennzahlenberechnung.
  • Ist eine Krankheit erkannt, muss sie systematisch nach Behandlungsplan therapiert werden.
  • Bei Abweichungen von den Kennzahlen suchen der Herdenbetreuer und sein Tierarzt gemeinsam Schwachstellen im System.
Mithilfe einheitlicher Abkürzungen kann schnell und übersichtlich dokumentiert werden.

Prof. Gary Oetzel von der Universität Wisconsin stellte kürzlich in einem Workshop eine umfangreiche Checkliste vor, die Tierärzten und Herdenmanagern helfen kann, das Gesundheitsmanagement zu evaluieren. Die an das deutsche System angepasste Checkliste finden Sie ebenso wie weitere Informationen zu diesem Thema in Elite Ausgabe 4/2017.

Hinweis: Den kompletten Artikel finden Sie in Elite Heft 4/17, sollten Sie Elite noch nicht abonniert haben, können Sie hier ein kostenloses Probeheft anfordern!