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Milcherzeugerpreis mit 34,71 € über EU-Schnitt

Im vergangenen Jahr haben die Milchkuhhalter in der EU im Mittel mit 34,11 Euro pro 100 kg Milch weniger Milchgeld bekommen als in 2017. In Deutschland verringerte sich der Milcherzeugerpreis um 4,7 Prozent auf 34,71 Euro.

Die überwiegende Mehrheit der Milcherzeuger in der Europäischen Union hat im vergangenen Jahr 2018 weniger Geld für die angelieferte Milch erhalten als im Vorjahr. So geht aus den Daten der EU-Kommission hervor, dass im Mittel der EU-28 von den Molkereien 34,11 €/100 kg Milch gezahlt wurden. Das entspricht 0,75 € oder 2,2 % weniger als im Jahr 2017. Es gab allerdings auch Ausnahmen, die von einem Rückgang der Preise verschont blieben. So stiegen die Preise für Rohmilch in immerhin zwölf Ländern, während sie in 16 Staaten unter dem Vorjahresniveau blieben.

Milcherzeugerpreis in Deutschland über EU-Durchschnitt

Mit 34,71 €/100 kg lag der mittlere Milchauszahlungspreis in Deutschland zwar über dem Schnitt aller EU-Staaten, dafür fielen hier die Abschläge nach Angaben der Brüsseler Statistiker aber höher aus. So verringerte sich der Milcherzeugerpreis um 1,70 € oder 4,7 %. Dabei wurde das Jahresmittel, wie bei den anderen Ländern, aus den Monatspreisen berechnet, die nicht mit den dazugehörigen Milchmengen gewichtet wurden.

Noch stärkere Einbußen mussten im Vorjahresvergleich die Milchkuhhalter in den Niederlanden mit 5,1 % hinnehmen. Allerdings wurde deren Milch mit 36,04 €/100 kg besser vergütet als in Deutschland und im EU-Durchschnitt. Die prozentual stärksten Rückgänge der Milchpreise wurden mit einem Minus von jeweils mehr als 8 % für Belgien und Schweden ausgewiesen.

Anders sah das beim zweitgrößten EU-Milchproduzenten Frankreich aus, wo der Rohstoff mit 34,66 €/100 kg um 0,8 % höher vergütet wurde als 2017. Ähnlich war die Situation in Spanien mit einem Plus von 0,9 % auf 31,23 €/100 kg – allerdings lag dort das Milchpreisniveau klar unter dem Durchschnitt aller EU-Staaten. Über ein höheres Milchgeld konnten sich außerdem die Erzeuger im Vereinigten Königreich, Griechenland und der Tschechischen Republik freuen, wo es Zuschläge zwischen 1,7 % und 2,9 % gab. Noch besser lief es für die Milcherzeugerbetriebe in der Slowakei, Rumänien und Portugal, die jeweils gut 3 % für ihre Milch mehr erlösten als 2017. Den stärksten Anstieg weist die Kommission für Kroatien aus, wo der Preis für Milch um 4,7 % auf 32,84 €/100 kg zulegte.

1 Erzeugerpreise für Rohmilch* in der EU (2016 bis 2018**; in Euro je 100 kg)

2016

2017

2018

2018:17

absolut | in v.H.

EU insgesamt***

28,43

34,86

34,11

- 0,75

- 2,2 

darunter Deutschland

27,38

36,41

34,71

- 1,70

 - 4,7 

             Frankreich

30,18

34,40

34,66

+ 0,26

+ 0,8 

             Belgien

26,70

35,05

32,19

- 2,86

- 8,2 

             Niederlande

28,38

37,96

36,04

- 1,92

- 5,1 

             Österreich

31,19

37,34

36,95

- 0,39

- 1,0 

Irland**

28,10

36,42

35,04

- 1,38

- 3,8 

             Polen

25,96

32,37

31,98

- 0,39

- 1,2 

             Dänemark

28,83

36,90

35,96

- 0,94

- 2,5 

             Italien

31,99

37,02

35,87

- 1,15

- 3,1 

             Spanien

29,12

30,96

31,23

+ 0,27

+ 0,9 

             Portugal

28,02

29,68

30,75

+ 1,07

+ 3,6 

             Rumänien

25,66

29,19

30,12

+ 0,93

+ 3,2 

             Schweden

30,70

37,94

34,64

- 3,30

- 8,7 

             Großbritannien

26,87

31,82

32,37

+ 0,55

+ 1,7 

* Erzeugerpreise für Milch mit natürlichen Inhaltsstoffen; ** Daten für Dezember geschätzt; *** Gewogenes Mittel für EU insgesamt, für Mitgliedsländer einfaches Mittel aus den Monatspreisen     Quelle: AgE

Quelle: AgE