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DBV gibt Molkereien 33 Cent als Maß vor

Mit Bezug auf die aktuellen Möglichkeiten zur Preisabsicherung will der Deutsche Bauernverband das Niveau der Milchauszahlungspreise der Molkereien im Jahr 2019 an der Marke 33 Cent messen. In den ersten Monaten rechnet der DBV mit rückläufigen Preisen.

Im Hinblick auf die Entwicklung der Milcherzeugerpreise und gegenwärtigen Möglichkeiten zur Milchpreisabsicherung im Kalenderjahr 2019 hat der Deutsche Bauernverband (DBV) den Molkereien Ende Dezember ein "Maß" für das Niveau ihrer Auszahlungspreise im neuen Jahr genannt:

Zur Entwicklung: Der Milchpreis habe zum Jahreswechsel etwa 35 Cent/kg betragen, womit dieser unter dem Vorjahresniveau von 38,5 Cent/kg, aber über dem langjährigen Mittel von etwa 32 Cent/kg bis 33 Cent/kg gelegen habe, erklärte der DBV in Berlin. Für die ersten Monate des Jahres 2019 sei jedoch mit einem Rückgang der Erzeugerpreise zu rechnen.

Zum Maß: Da sich Milcherzeuger sowie Molkereien aber im Moment für das Gesamtjahr 2019 über Warenterminkontrakte an der Terminbörse Leipzig (EEX) Erzeugerpreise in Höhe von etwa 33 Cent/kg absichern könnten, nimmt der DBV diesen Preis als "Marke" an, an der er das Auszahlungsniveau und damit den Erfolg der Molkereien in diesem Jahr messen werde.

Vor dem 1. Schnitt kein Anstieg der Milchmenge

Zur Situation des derzeitigen und zu erwartenden Milchaufkommen erklärte der Bauernverband, dass bis zum ersten Grünlandschnitt im Frühjahr 2019 nicht davon auszugehen sei, dass die Milchanlieferung stark steige.

Momentan liegt die Milchanlieferung um 1 % bis 2 % unter dem Vorjahresniveau und die, durch den Hitze- und Dürresommer 2018 bedingte, häufig schlechte Situation in der Grundfutterquantität und -qualität auf vielen Betrieben kann das Wachstum der Milchproduktionsmenge hemmen.

Ergänzung: Sollte es dadurch zu Rohstoffknappheiten kommen, sind festere Preistendenzen an den europäischen Rohstoff- und Produktmärkten denkbar, erklärt die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) im Zusammenhang. Könnte es anderenfalls auf dem Weg zur Milchspitze zu Angebotsüberhängen kommen, ist von Preiskorrekturen nach unten auszugehen. Derzeit ist die Entwicklung des Milchaufkommens sehr schwer abschätzbar.

Das neue Milchjahr wird schwieriger als 2017/18

Im vergangenen Wirtschaftsjahr 2017/18 befanden sich die Milchkuhbetriebe laut dem Bauernverband auf dem Weg der wirtschaftlichen Erholung. Die Unternehmensergebnisse der Milcherzeuger hätten deutlich über dem langjährigen Mittel und auch deutlich über den Ergebnissen anderer Produktionsbereiche gelegen.

Derart gute Ergebnisse werden sich im aktuellen Wirtschaftsjahr nicht wiederholen können, betonte der DBV. Milcherzeuger sollten also diesen Aussichten entsprechend agieren.

Quelle: AgE, AMI