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Russland-Embargo: EU-Kommission kündigt Marktstützung an

Das russische Einfuhrverbot für Milchprodukte aus der EU macht sich mittlerweile bemerkbar. Die EU-Kommission hat nun unterstützende Maßnahmen für den europäischen Milchmarkt angekündigt.
Das russische Einfuhrverbot für Milchprodukte aus der EU macht sich mittlerweile bemerkbar. Die EU-Kommission hat nun unterstützende Maßnahmen für den europäischen Milchmarkt angekündigt.

Das russische Einfuhrverbot für Milchprodukte aus der Europäischen Union macht sich bemerkbar – die Preise an den Rohstoffmärkten fallen. Die EU-Kommission hat daher nun unterstützende Maßnahmen für den europäischen Milchmarkt angekündigt.

Die Preissignale auf dem europäischen Milchmarkt zeigen abwärts. Hintergrund ist das russische Einfuhrverbot für Milchprodukte bzw. die dadurch ausgelösten Spekulationen. Um die Lage zu beruhigen, hat die EU-Kommission unterstützende Maßnahmen für den Milchsektor angekündigt. So sollen etwa die Beihilfen für die private Lagerhaltung für Butter sowie Magermilchpulver und spezielle Käsesorten geöffnet und der Interventionszeitraum für Butter und Magermilchpulver bis zum Ende des Jahres verlängert werden.

Die EU-Kommission hat errechnet, dass die EU 2013 Käse im Wert von etwa 1 Mrd. € nach Russland verkauft hat. Den EU-Export aller Milchprodukte nach Russland beziffert die Behörde 2013 auf 2,3 Mrd. €.

Wenn nötig, werden weitere Maßnahmen folgen

Die Maßnahmen seien notwendig, um die negativen Auswirkungen auf den Milchmarkt durch die russischen Einfuhrbeschränkungen für EU-Milchprodukte zu entschärfen, erklärte
Agrarkommissar Dacion Ciolos. Bereits eine Reihe von Mitgliedsstaaten verliere Exporteinnahmen, diese müssten jetzt neue Absatzmärkte erschließen. "Der europäische Milchsektor braucht Zeit und Hilfe, um sich daran anzupassen. Deshalb haben wir die Marktstützung ergriffen – und wenn nötig, folgen weitere Maßnahmen."

In den kommenden Tagen will Ciolos den Mitgliedsstaaten und dem Europäischen Parlament eine erste vollständige Analyse zu den kurz- und mittelfristigen Auswirkungen des russischen Einfuhrverbots sowie einem Überblick über die politischen Optionen vorlegen. Seine Botschaft an die EU-Erzeuger: "Wo wesentliche Risiken einer Destabilisierung der Märkte erscheinen, werde ich weiter die neue GAP verwenden, um vorbeugend zu handeln und die Märkte zu stabilisieren."

Schlagworte

europäische, Maßnahmen, Kommission, russische, Milchmarkt, Einfuhrverbot, Marktstützung, Milchprodukte, unterstützende, agekündigt

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