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Milchpreis

40 Cent-Phase neigt sich dem Ende

Expansion in der Milchwirtschaft

Der Weltmarktpreis für Milch wird nachgeben – laut einer Marktstudie der niederländischen Rabobank muss bereits ab Mai bzw. Juni 2014 mit fallenden Auszahlugspreisen gerechnet werden. Ähnliche Prognosen sind vom US-Landwirtschaftsministerium in Washington zu vernehmen.

Die Hochpreisphase in der Milchproduktion scheint sich zum Ende zu neigen, die Tage mit Auszahlungspreisen von über 40 ct/kg sind quasi gezählt. Marktanalysten der Rabobank sehen die Milchpreise künftig wieder unter der 40 Cent-Marke. Insgesamt sei mit einem Preisrückgang von etwa 15 bis 20 % im zweiten Halbjahr 2014 zu rechnen, der sich bis in das kommende Jahr 2015 durchziehen werde. Die März-Prognosen des amerikanischen Landwirtschaftsministerium USDA (U.S. Department of Agriculture) sagt ebenfalls einen Abwärtstrend am Weltmarkt voraus: Aufgrund der wachsenden Produktion rechnen auch die Marktbeobachter in Washington mit einem deutlichen Rückgang der Notierungen von bis zu 20 Prozent bis zum Ende dieses Jahres und sogar noch etwas darüber hinaus.

Die Milch-Staaten produzieren auf Volllast

Ursache für den rückläufigen Milchpreis sind die deutlich gesteigerten Produktionsmengen in den weltweiten Milch-Staaten EU, USA, Neuseeland und Australien:

EU – der milde Winter und die guten Grundfuttervorräte in Zusammenwirkung mit den hohen Milchpreisen sind ausschlaggebend für die starke Überlieferung der Milcherzeugung auf den Intensivstandorten gewesen. Trotz der momentan durch die Superabgabe eher gedämpften Milchexpansion rechnet die Rabobank mit einer 4 %igen Produktionssteigerung im ersten Halbjahr 2014. Für das zweite Halbjahr wird der Rohstoff-Zuwachs auf lediglich mit 1,0 % beziffert. Es wird dabei unterstellt, dass sich die optimalen Produktionsbedingungen des Vorjahres kaum wiederholen werden. 2015 werden die Würfel bezüglich der Produktionsbedingungen aufgrund des Quotenausstiegs dann ganz neu fallen - Ausgang ungewiss!

USA – nach dem Produktionsanstieg im Herbst 2013 von 4,0 % aufgrund von um 25 % gestiegenden Milchpreisen und um 25 % gesunkenden Futterkosten, boomt auch in den amerikanischen Staaten die Milcherzeugung. Trotzt des harten Winters rechnen die Experten mit einem Produktionanstieg von 1,7 % im ersten Halbjahr 2014, welches sich dann zum zweiten Halbjahr verdoppeln soll. Da der Inlandsverbrauch kaum steigen wird, wird ein Exportzuwachs von 40 % für das erste Halbjahr 2014 erwartet.

US Prognose
Am US-Terminmarkt wird bis Dezember 2014 ein Preisrückgang von rund 20 % erwartet.

Australien – trotz der andauernden Belastung der Produktivität der Milcherzeugung aufgrund der Trockenheit, wird nach dem Produktionsrückgang von etwa 2,2 % nun für das Jahr 2014 wieder Besserung erhofft: Die Rabobank schätzt den Anstieg im ersten Halbjahr auf etwa 2 %.

Neuseeland – die Milcherzeugung für den letzten Teil des Milchwirtschaftsjahres (bis Mai 2014) wird von der Rabobank um + 20 bis + 30 % im Vergleich zum Vorjahr eingeschätzt. Da die Milchproduktion erst im Oktober 2014 wieder ihren Höhepunkt erreichen wird, ist vorerst nur von moderaten Zunahmen in der Produktion auszugehen.

Nachfragezuwachs dabei nur in China

Bei stagnierenden oder rückläufigen Nachfragesituationen in Europa und in den Vereinigten Staaten kommen die wesentlichen Nachfrageimpulse nach wie vor aus China. Nachdem die Milchproduktimporte in 2013 dort um etwa 13 % gewachsen sind, wird auch für 2014 bei einem Verbrauchswachstum von 2 bis 4 % mit einer Importsteigerung von 14 % gerechnet. Denn trotz Bemühungen kommt das Wachstum der Milchproduktion im eigenen Land kaum voran, wegen grassierenden Krankheiten sei eher von einem Rückgang in der Produktion zu rechnen.

Die Importsituation Russlands ist schwer einzuschätzen, aufgrund der Schwächung der finanziellen Stabilität (Krim-Krise) sei eher von verhaltenen Verbrauchsentwicklungen auszugehen.

(ZMP, AgE, USDA)

Schlagworte

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