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EU rechnet für 2015 mit 33 Cent Milchgeld

Milchsammler

Trotz der augenblicklichen Probleme im Milchsektor beurteilt die EU-Kommission die mittelfristigen Aussichten als positiv. Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten Prognose zur Entwicklung des EU-Milchmarktes bis zum Jahr 2024 hervor.

Demnach soll die Kuhmilcherzeugung in der Gemeinschaft nach dem Ende des Quotensystems bis 2024 um etwa 10,5 Mio. t oder knapp 7 % auf fast 167 Mio. t anwachsen. Eine höhere Erzeugung sei insbesondere in Regionen mit vergleichsweise geringen Produktionskosten zu erwarten, in denen die Bauern und Verarbeiter bereits in höhere Kapazitäten investiert hätten. Dazu zählt die Kommission Deutschland, Frankreich, Dänemark, die Niederlande, Irland, Polen und Großbritannien.

Der Rohstoffzuwachs wird nach Einschätzung der Brüsseler Experten vor allem in die Erzeugung von Käse und Milchpulver fließen; einige Molkereikonzerne hätten die Produktionskapazitäten dafür bereits erweitert. Die Käseherstellung könnte bis 2024 um mehr als 1,1 Mio. t auf fast 11,0 Mio. t zunehmen; abgesetzt werden soll die Mehrproduktion vor allem am Binnenmarkt. Laut Prognose wird der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse in der nächsten Dekade um 1,4 kg auf 19,3 kg steigen, dennoch wäre bei diesen Mengen noch eine Zunahme der Exporte um 50 % auf mehr als 1 Mio. t für den Marktausgleich notwendig.

Die höhere Erzeugung von Milchpulver müsste bei nur mäßig zunehmendem EU-Verbrauch überwiegend in Drittländern Käufer finden. Die EU-Kommission ist diesbezüglich optimistisch, da der Bedarf am Weltmarkt weiter zunehmen dürfte und insbesondere die EU-Anbieter von Magermilchpulver wettbewerbsfähig seien. Allerdings müsse mit schwächeren Produktpreisen gerechnet werden.

Bezüglich der Erzeugerpreise für Milch gehen die Brüsseler Analysten davon aus, dass das Hochpreisniveau von voraussichtlich 369,0 Euro/100 kg Milch im Jahresdurchschnitt 2014 in Zukunft nicht mehr erreicht wird. Nach dem deutlichen Absinken auf 331,2 Euro/100 kg (33 ct/l) im kommenden Jahr soll es sich dann nach einem Anstieg ab 2020 auf einem Niveau von etwa 350 Euro/100 kg (35 ct/l) einpendeln.

Quelle: AgE

 

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