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China: 5,7 % weniger Milch in 2013

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Die Milcherzeugung in China ist im vergangenen Jahr (2013) deutlich gesunken. Ursache scheint ein Futtermangel zu sein.

Wie das chinesische Nationale Büro für Statistik mitteilt, ist die Milcherzeugung um 5,7 % auf 35,31 Mio. t gesunken. Damit ist das Angebot aus eigener Produktion etwa auf das Niveau des Jahres 2009 zurückgegangen. Dies berichten ChinaDaily und andere Medien. Damit ist die Milchproduktion im bevölkerungsreichsten Land der Erde erstmals in den letzten Jahren deutlich geschrumpft. Selbst unmittelbar nach der Melaminkrise war die Produktion nach den offiziellen Zahlen nahezu stabil geblieben. In den Jahren nach der Jahrtausendwende wurde zunächst bis 2008 über spektakuläre Zuwachsraten bei der Milchproduktion berichtet.

Bereits in den vergangenen Monaten wurden immer wieder verstärkte Kuhschlachtungen bei hohen Fleischpreisen, Umstrukturierung in der Milchproduktion und das Auftreten von Maul- und Klauenseuche als Ursachen für eine sinkende Milcherzeugung gemeldet. Selbst die hohen Milchpreise, die sich in den letzten Monaten zwischen 45 und 50 Cent eingependelt haben, scheinen die Milchproduktion nicht ankurbeln zu können. Nach Ansicht von Experten, die vor Ort chinesische Molkereiunternehmen beraten, stagniert die Milchproduktion vor allem in kleineren landwirtschaftlichen Betrieben mit weniger als 100 Kühen; rund 60 % aller Milchkühe sind in diesen Betrieben aufgestallt. Es scheint aber auch, dass das Milchwachstum in den großen Milchkuhanlagen nicht so schnell wie prognostiziert zulegt. "Wir können per Copy and paste Baupläne übertragen, nicht jedoch das zur Organisation erforderliche Management", erklärten unlängst einige Unternehmensberater.

Nach jüngsten Presseberichten scheint aber auch ein Futtermangel für den Rückgang der Milchproduktion verantwortlich zu sein. So fehlt es an Maissilage und Luzrne, um mit den vorhandenen Kühen - oft Holstein-Friesen-Züchtungen - hohe Milchleistungen zu erzielen. Solche Futtermittel müssten oft importiert werden, da keine Produktionsflächen vorhanden seien. In den ersten elf Monaten von 2013 habe China 678.000 t Luzerne vom Weltmarkt importiert, 66 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Hier dürften auch für die kommenden Jahre die Herausforderungen für die chinesische Milchwirtschaft liegen.

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ZMB

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