
Stroh ist in diesem Jahr knapp und teuer. Nur wenige Betriebe haben genügend Stroh in guter Qualität ernten können. Es braucht daher eine Strategie, Stroh zu sparen oder die Suche nach Alternativen.
Um Stroh zu sparen, ist es vor allem wichtig, seine Vorräte gut einzuteilen. Es gibt die Möglichkeit mit einer geringeren Einstreumenge oder verlängerten Entmistungsintervallen zu arbeiten. Dann muss darauf geachtet werden, dass die verminderte Hygiene nicht zu gesundheitlichen Problemen bei den Tieren führt. Im Kälberbereich können das vermehrt Durchfall- und Atemwegserkrankungen sein, bei den Kühen kann sich eine verminderte Einstreu in einem Anstieg der Zellzahlen und Mastitisproblemen niederschlagen.
Bei der Boxenpflege kann das nasse und kotbelastete Stroh von Hand beseitigt und das Liegebett mit dem restlichen Stroh wieder hergerichtet werden. Das ist zwar mühsam, spart aber 15 bis 25 % der benötigten Strohmenge!
Je kürzer das Stroh, desto saugfähiger ist es. Gehäckseltes Stroh nimmt mehr Feuchtigkeit auf als Langstroh, am saugfähigsten ist Strohmehl. Kurzes Stroh lässt sich außerdem besser verteilen und bereitet weniger Probleme auf Spaltenböden.
"Dass Stroh mal zum Luxusgut wird..." - Lesen Sie im Brennpunkt (S. 15) der aktuellen Ausgabe von Elite 6/2011, wie drei Milcherzeuger versuchen, den Strohmangel auszugleichen.
Quelle: J. Thomsen, LWK Schleswig-Holstein
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