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Kälberflechte homöopathisch behandeln

Flechte

Kälberflechte ist eine oberflächliche Pilzkrankheit der Haut, die gerne bei Jungrindern auftritt. Die Symptome der sogenannten Trichophythie sind deutlich auf der Haut zu erkennen: Kreisförmige, felllose Stellen, an denen die Haut schuppig, schorfig wird und auch blutige Krusten bilden kann. Wie man diese Krankheit homöopathisch behandelt, beschreibt Tierheilpraktikerin Tanja Woicik.

Jungrinder mit stabilem Immunsystem erkranken kaum an Flechte. Eher sind Tiere mit geschwächtem Immunsystem und bereits vorhandenem Ektoparasitenbefall, wie Flöhen, Räudemilben oder Haarlingen betroffen. Denn die durch die Parasiten vorgeschädigte Haut ist ein optimaler Nährboden für die Pilzsporen.

Leistungsdepression durch Kälberflechte

Infizierte Kälber haben durch den Juckreiz starken Stress, das heißt sie nehmen schlechter an Gewicht zu. Das Immunsystem ist gestresst, da es sich ständig mit der Pilzinfektion auseinandersetzen muss. Es kommt dadurch wesentlich schneller zu Sekundärinfektionen, die bevorzugt den Atmungstrakt betreffen.

Bekämpfungsmaßnahmen

  • Zuerst ist die Primärinfektion durch Ektoparasiten zu beseitigen. Dies erfolgt mittels eines handelsüblichen schulmedizinischen Antiparasitikum zum Übergießen oder Injezieren. Denn Juckreiz kann man mit dem homöopathischen Mittel Psorinum C 30 stillen.
  • Die eigentliche Behandlung der Pilzinfektion erfolgt mit der Nosode Bacillinum in der Potenz C 200. Nach einer Woche sind bereits erste Behandlungserfolge sichtbar. Die Entzündungen gehen langsam zurück, die Haut beginnt sich zu erholen. Nach etwa drei bis vier Wochen wächst bereits das gesunde Fell wieder nach. Bei Bedarf kann man die Behandlung mit Nosode Bacillinum C 200 nach vier Wochen wiederholen.
  • Zum Aufbau der Haut sollte ab der zweiten Woche Kalium Arsenicosum in der Potenz D 12 einmal am Tag eine Woche lang gegeben werden. Daran sollte in der gleichen Dosierung und Dauer das Mittel Tellurium C 6 anschließen. Es fördert das Hautwachstum an den betroffenen Stellen.
  • Die Verabreichung der Mittel erfolgt aufgelöst in Wasser. Man kann die Lösung dann auf eine Spritze ziehen und dem Tier ins Maul geben, oder einfacher in einer Sprühflasche geben und dem Tier auf die Nase/ aufs Maul sprühen.

Homöopathische Mittel, die meistens nicht für Tiere zugelassen sind, müssen vom Tierarzt umgewidmet werden. Der korrekte Weg ist es, sie vom Tierarzt zu beziehen, der dann den notwendigen Beleg ausstellt. Jede Anwendung eines homöopathischen Arzneimittels muss im Bestandsbuch dokumentiert werden.

Schlagworte

Haut, Immunsystem, Kälberflechte, homöopathisch, Mittel, erfolgt, homöopathischen, Woicik, felllose, Trichophythie

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